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Auf dem Bild sind von links nach rechts:
Stellv.  Bürgermeisterin Heike Kattler, MdL Josef Zellmeier, Spiritual Matthias Effhauser, Pfrin Elke von Winning, Pfarrer Heinrich Weber, Pfrin Sophie Roth, Pfr. Hasso v. Winning, stellv. Landrätin Barbara Unger, PGR-Sprecher Manfred Sagstetter, Verwaltungsleiter Thomas Mühlbauer                                                  Foto: Manfred Sagstetter

Feier 40-jähriges Priesterjubiläum Pfarrer Weber

Ein Seelsorger mit vielen Talenten – Pfarrer Heinrich Weber verbindet Glaube, Bildung und Lebenshilfe

Mit einem feierlichen Festgottesdienst hat die Pfarrei Aiterhofen–Geltolfing das 40-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Heinrich Weber begangen. Zahlreiche Gläubige, Weggefährten sowie Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft waren gekommen, um den Jubilar für vier Jahrzehnte engagierten Wirkens im Dienst der Kirche zu würdigen.

Die musikalische Gestaltung übernahmen die Aitrachspatzen unter der Leitung von H. Cech sowie Alois Sieber am Flügelhorn. Bereits am Morgen hatte Gertraud Hösl den Kirchenraum mit liebevoll gestaltetem Blumenschmuck festlich geschmückt und zusammen mit der KLJB einen Blumenteppich vor dem Pfarrhaus gestaltet. Zu Beginn des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Weber für die große Anteilnahme und zeigte sich besonders erfreut über die Anwesenheit des evangelischen Pfarrers Hasso von Winning, Pfarrerin Elke v. Winning sowie Pfarrerin Sophie Roth. Dies sei für ihn ein sichtbares Zeichen der gelebten Ökumene, die ihm seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen ist. Unter den Gästen befanden sich zudem langjährige Wegbegleiter, darunter der Landtagsabgeordnete Josef Zellmeier, die stellvertretende Landrätin Barbara Unger, Altlandrat Alfred Reisinger sowie Vertreter und Besucher aus den Pfarreien Alburg und Feldkirchen. 

Die Festpredigt hielt BGR-Spiritual Matthias Effhauser. Ausgehend vom Evangelium vom Sämann zog er Parallelen zum priesterlichen Wirken des Jubilars. Wie ein Sämann streue Pfarrer Weber den Samen des Glaubens aus – auf fruchtbaren wie auch auf steinigen Boden. Mit dem Bild des Sämanns von Vincent van Gogh verdeutlichte der Prediger, dass letztlich Gott allein das Wachstum schenke. Gleichzeitig würdigte er die vielen Stationen und Herausforderungen, die Heinrich Weber in den vergangenen vier Jahrzehnten mit großem Vertrauen und Engagement gemeistert habe.

Besonders eindrucksvoll gestalteten die Kommunionkinder und Firmlinge die Fürbitten. Mit Symbolen wie Hostienschale, Wein, Kelch, Stola und Altarkreuz brachten sie ihre Bitten für Kirche, Gemeinde und den Jubilar zum Ausdruck.

Am Ende des Gottesdienstes würdigten mehrere Redner das Wirken des Geistlichen. Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier hob hervor, wie wichtig Menschen wie Pfarrer Weber gerade in schwierigen Zeiten seien, die Hoffnung, Orientierung und Zuversicht vermitteln. Die Zweite Bürgermeisterin Heike Kattler dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Pfarrei und Gemeinde. Als symbolisches Geschenk überreichte sie dem Jubilar eine Uhr – verbunden mit dem Wunsch, ihm Zeit für die vielfältigen Aufgaben zu schenken, die auch künftig auf ihn warten.

Pfarrgemeinderatssprecher Manfred Sagstetter gratulierte im Namen der Pfarrgemeinde zum 40-jährigen Priesterjubiläum und sprach seinen Dank für das langjährige Wirken aus. Für eine besondere Überraschung sorgte Oberministrantin Ralphaela Seidl. Sie überreichte Pfarrer Weber einen Baum, auf dem die Ministranten als Sonnenschein dargestellt sind, als Geschenk. Dieser solle daran erinnern, dass Pfarrer und Ministranten gemeinsame Wurzeln haben – den christlichen Glauben, aus dem ihre Gemeinschaft wächst.

Nach dem feierlichen Schlusssegen waren alle Gäste zu einem Stehempfang eingeladen, den Mitglieder aus den Pfarrgemeinderäten und den Kirchenverwaltungen vorbereitet hatten und bei dem in herzlicher Atmosphäre Erinnerungen ausgetauscht und persönliche Glückwünsche überbracht wurden.

Glaube, Bildung und Lebenshilfe

Wer Pfarrer Heinrich Weber begegnet, erlebt einen Seelsorger, dessen Wirken weit über die klassische Pfarrarbeit hinausreicht. Seit 2021 leitet er die Pfarreiengemeinschaft Aiterhofen–Geltolfing–Oberpiebing mit Salching. Sein priesterlicher Dienst verbindet sich mit großem pädagogischem Engagement, psychologischem Fachwissen und einem offenen Blick für die Sorgen und Fragen der Menschen.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Bildungsarbeit. Religionsunterricht erteilt Weber an der Grundschule Aiterhofen, an der Klosterrealschule der Ursulinen sowie an der Fachakademie für Sozialpädagogik der Ursulinen in Straubing. Zuvor unterrichtete er bereits 18 Jahre lang am Anton-Bruckner-Gymnasium in Straubing.

Sein Interesse am Menschen führte ihn über die Theologie hinaus. Durch zahlreiche Zusatzqualifikationen bildete er sich zum Berater für Logotherapie und Existenzanalyse sowie zum NLP-Lehrtrainer weiter. Mit der Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie ergänzt er seine seelsorgliche Tätigkeit um wertvolle therapeutische Kompetenzen.

Auch gesellschaftlich setzt sich Heinrich Weber vielfältig ein. Ehrenamtlich engagiert er sich im Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sowie im Rotary Club Straubing. Der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Überzeugung sowie die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sind ihm dabei ein wichtiges Anliegen.

Trotz seines umfangreichen Aufgabenfeldes findet der sportbegeisterte Geistliche gelegentlich Zeit für Fußball, Schwimmen, Bergsteigen oder Bouldern. Ruhe und neue Kraft schöpft er vor allem aus der Musik. Ob an der Gitarre oder am Klavier – sie begleitet ihn seit vielen Jahren als Quelle der Inspiration.

Mit der Verbindung von theologischer Kompetenz, pädagogischem Engagement, psychologischem Fachwissen und gesellschaftlicher Verantwortung steht Pfarrer Heinrich Weber beispielhaft für eine moderne Seelsorge, die den Menschen in seiner ganzen Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellt – und damit weit über die Grenzen der Pfarrgemeinde hinauswirkt.

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